Ob Berufsalltag oder Privatleben, ob Wirtschaft oder Kommunikationsverhalten – die Coronavirus-Pandemie prägt unser Leben nachhaltig. Wie gehen Vermittlerinnen und Vermittler mit der Krise um? Das fragt AssCompact in der neuen Interviewserie „Wie geht´s“. Heute: IGV Austria Präsident Anton Brenninger, B&P Versicherungsmakler GmbH, Leobersdorf

Redakteur/in: Mag. Peter Kalab - Veröffentlicht am 21.04.2020
Wie geht´s, Herr Brenninger?
Beruflich geht es mir wie allen anderen Kollegen. Die Mitarbeiter sind im Homeoffice und versuchen unsere Kunden so gut wie möglich zu betreuen und zu beraten. Wir senden vermehrt Newsletter an unsere Kunden, um sie über die weiteren Schritte und Möglichkeiten zu informieren. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Büro der IGV in Wien. Alle sind gesund und einsatzfähig. Privat lebe ich wie alle anderen mit der Situation. „Raunzen“ bringt nichts……es ändert ja auch nichts.
Büro oder Homeoffice?
Homeoffice, schon alleine wegen der Ansteckungsgefahr meiner Mitarbeiter und natürlich auch deren Familien. Und da wir technisch die Möglichkeiten haben, ersparen sich alle auch die Fahrtkosten und die unnötigen Risiken beim Weg in die Arbeit.
Was bewährt sich in der Krise?
Ein gut strukturiertes Büro mit vorgegebenen Abläufen und die Möglichkeit zu Hause zu arbeiten. Und das alles ohne Abstriche in der Betreuung unserer Kunden. Es fehlt natürlich der persönliche Kontakt.
Was stimmt Sie positiv?
Dass der Virus nicht für immer da sein wird. Unsere Branche wird zwar Einbußen haben, aber sicher nicht an der Pandemie zugrunde gehen. Also positiv denken, flexibel sein und mit Optimismus in die Zukunft sehen.
Was nervt?
Gar nichts. Es versucht jeder das Beste daraus zu machen. Und nur der macht Fehler, der arbeitet und Entscheidungen trifft. Alle Gescheiten, welche dann im Nachhinein alles besser wissen, sollten lieber still sein. Das betrifft jetzt nicht nur unsere Branche, sondern das Leben an sich.
Wie geht´s nach der Krise weiter?
Ich bin da sehr optimistisch. Ich glaube auch nicht, dass das Homeoffice jetzt in der Maklerbranche überhand nehmen wird. Gott sei Dank, haben wir noch immer Kunden, welche einen persönlichen Kontakt wünschen und denen wir diesen auch bieten werden. Und ich glaube, das ist auch in Zukunft sehr wichtig und die Grundlage des Maklergeschäftes. In einem Jahr redet keiner mehr über Corona. Das war bis jetzt bei allen Krisen so und wird auch bei dieser nicht anders sein.
zurück zur Übersicht
Beitrag speichern
sharing is caring
Das könnte Sie auch interessieren