Trotz der „herausfordernden Rahmenbedingungen“ habe man das Prämienvolumen gesteigert und das Ergebnis deutlich verbessert, zieht Andrea Stürmer, Vorsitzende des Vorstandes von Zurich Österreich, Bilanz zum Geschäftsjahr 2017.

Redakteur/in: Mag. Peter Kalab - Veröffentlicht am 27.03.2018
Das Vorjahr sei von häufigen Wetterereignissen und dem anhaltenden Niedrigzinsniveau geprägt worden. Dennoch verzeichnete die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft insgesamt ein Prämienwachstum von 9,8%. Im Schaden-Unfall-Bereich stiegen die verrechneten Bruttoprämien im direkten Geschäft um 2,6% auf 493,4 Mio. Euro. Im Nicht-Kfz-Geschäft, dem „strategischen Schwerpunktbereich“ des Versicherers, lagen die Prämien um 5,7% über dem Vorjahr.
Prämiensprung im direkten Leben-Geschäft
Die Lebensversicherung habe sich „besonders gut“ entwickelt. Im direkten Geschäft nahm Zurich 198,0 Mio. Euro und damit um 33% mehr Bruttoprämien ein als im Jahr zuvor. 140,2 Mio. Euro entfielen auf die klassische und 57,8 Mio. Euro auf die fondsgebundene Lebensversicherung.
Weniger Aufwendungen und Leistungen
Trotz der hohen Belastung aus Unwetterereignissen sank der Netto-Schadenaufwand in der Schaden-Unfall-Versicherung um 0,9 Mio. Euro auf 156,1 Mio. Euro. Die Leistungen aus der Lebensversicherung gingen von 171,6 Mio. Euro (2016) auf 130,3 Mio. Euro zurück.
Die Betriebsaufwendungen inklusive Provisionen in der Schaden-Unfall-Versicherung reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 5,0 Mio. Euro. Der Kostensatz netto verbesserte sich dadurch um 2,7 Prozentpunkte auf 24,1%. Damit reduzierte sich die Combined Ratio netto (kombinierte Schaden-Kosten-Quote) im Jahresvergleich um 4,1 Prozentpunkte auf 94,1%.
Ergebnis deutlich gesteigert
Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 9,8 Mio. Euro auf 11,5 Mio. Euro. Das Nettofinanzergebnis ging um 6% auf 65,5 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte 2017 um 38,9% auf 30,9 Mio. Euro gesteigert werden.
Man sei „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis und den „soliden“ Finanzzahlen, so Mag. Silvia Emrich, Mitglied des Vorstandes und CFO. Daher könne man in der klassischen Lebensversicherung für Kunden eine Gesamtverzinsung von drei Prozent beibehalten.
Digital und analog verbinden
Ein langfristiges Ziel sei es, das Kundenerlebnis zu verbessern und die Zusammenarbeit für Kunden zu vereinfachen. Im Rahmen einer laufenden Transformation schaffe man ein Geschäftsmodell, das die digitale und analoge Welt bestmöglich vereine. Stürmer: „Beim Abschluss von Versicherungen suchen Menschen weiterhin persönliche Beratung. Gleichzeitig prägen digitale Erfahrungen aus anderen Branchen die Kundenerwartungen. Wir wollen für alle den passenden Zugang anbieten.“
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