Ob Berufsalltag oder Privatleben, ob Wirtschaft oder Kommunikationsverhalten – die Coronavirus-Pandemie prägt unser Leben nachhaltig. Wie gehen Vermittlerinnen und Vermittler mit der Krise um? Das fragt AssCompact in der neuen Interviewserie „Wie geht´s“. Heute: der Burgenländische Fachgruppenobmann Helmut Bauer, Bauer Hartmann Stögerer GmbH, Eisenstadt

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 27.04.2020
Wie geht´s, Herr Bauer?
Danke der Nachfrage! Mir geht’s gut. Es ist mir zwar lieber, wenn es im Büro rundgeht, was jetzt halt gar nicht ist. Aber andererseits komm ich dazu, Arbeiten zu erledigen, die sonst eher hintangestellt werden. Privat komm ich zu mehr Zeit für Familie und Sport. Beide kommen sonst eh oft zu kurz.
Büro oder Homeoffice?
Ich bin ausschließlich Büro. Unsere Mannschaft arbeitet zur Gänze von zuhause. Aber mir liegt es ganz und gar nicht die Arbeit von daheim aus zu erledigen. Da geht gerade einmal telefonieren.
Was bewährt sich in der Krise?
Dass wir – wie ich glaube – seit jeher wirklich gut organisiert und technisch tadellos ausgerüstet sind, vor allem ausgesprochen gute, in hohem Maß verantwortungsvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Vom ersten Tag an hat (bis auf Kleinigkeiten) alles hervorragend geklappt. Arbeit aus dem Homeoffice, Arbeitsverteilung, Videobesprechungen, einfach alles.
Was stimmt Sie positiv?
Die Tatsache, dass unsere Regierung im Rahmen der extrem schwierigen Situation und der (nach wie vor) vielen Unbekannten in der Rechnung hervorragend reagiert und agiert hat. Die Disziplin, die fast alle Menschen im Land an den Tag gelegt haben und legen.
Besonders, dass wir von unseren Kunden keine Hiobsbotschaften hören, sondern viel mehr, dass es keinem schlecht geht.
Was nervt?
Die viele Raunzerei und Besserwisserei, von der man in den Medien hört und liest. Wo sich alle möglichen, vermeintlich/behauptet kompetenten Leute anmaßen so vieles besser zu wissen als die Ministerien und die von diesen konsultierten Experten. Die unbegründete Hysterie um angeblichen Freiheitsraub usw. und Dollfuß-Vergleiche vom rechtesten Rechtsaußen.
Wie geht´s nach der Krise weiter?
Insgesamt wird das wohl davon abhängen, wann all das endgültig und nachhaltig vorbei ist, wieviel Schaden aus diesem Stillstand entstanden sein wird. Ich denke, dass erst dann jemand, nicht ich, abschätzen wird können, wie es weitergehen wird/kann. Ich hoffe halt sehr, dass wir bald wieder nahe am Normalbetrieb ankommen.
Mein Tipp an die Kolleginnen und Kollegen:
Sorry, aber ich fände es anmaßend, jemandem aus der Kollegenschaft Ratschläge zu erteilen.
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