In Tirol und Oberösterreich gab es einen Wechsel an der Spitze der Fachgruppe der Versicherungsmakler. Welche ihre wichtigsten Ziele sind und wo sie die größten Aufgaben sehen, wollte AssCompact von den neuen Obmännern wissen.

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 12.11.2018
Dr. Gerold Holzer, der die oberösterreichische Fachgruppe 21 Jahre lang leitete, übergab die Funktion nun an Akad. Vkfm. Johann Mitmasser (links im Bild). Seine Karriere begann Mitmasser 1985 im Außendienst der DONAU Versicherung. 2000 machte er sich als Versicherungsmakler selbstständig und gründete die MAConsulting GmbH. Seit 2011 war er auch Ombudsmann in der Fachgruppe der oberösterreichischen Versicherungsmakler. Oberstes Ziel in seiner neuen Funktion sei es, die „erfolgreiche Arbeit“ unter Aufrechterhaltung der „alten Werte“ weiterzuführen: „Allen voran wollen wir nach wie vor ein gutes Bildungskonzept liefern, und das für alle Bereiche der Vermittlerschaft – für die Unternehmer selbst, aber auch für Nachwuchs- und Sekretariatskräfte.“
„Wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit – die rechtliche Umgebung, die Gesellschaft und unsere Arbeitsumgebung sind stark im Wandel. Darauf müssen wir uns in den nächsten Jahren einstellen“, so Mitmasser.
„Zentrale Frage, wie Makler seinen Betrieb effizient führen kann“
In Tirol löst Akad. Vkfm. Michael Schopper (rechts im Bild) seinen Vorgänger Ing. Mag. Thomas Tiefenbrunner nach 13 Jahren als Fachgruppenobmann ab. Tiefenbrunner bleibt weiterhin Ombudsmann. Michael Schopper war von 1993 bis 2001 Angestellter im Außendienst der Allianz. Seit 2001 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Infinco GmbH & Co. KG und außerdem Vizepräsident des ÖVM. Als wesentliche Zukunftsaufgabe sieht er die Digitalisierung. „Die zentrale Frage wird sein, wie der Makler in Zukunft seinen Betrieb effizient führen kann.“ Auch hier wolle man entsprechende Unterstützung und Weiterbildungsformate anbieten.
IDD - „ob sinnvoll oder nicht, kann man nicht diskutieren“
Die größte Herausforderung sehen die beiden neuen Fachgruppenobmänner in der Umsetzung der IDD. „Ob es sinnvoll ist oder nicht, kann man nicht diskutieren“, so Mitmasser. „Wir haben faktisch eine sehr umfangreiche Dokumentationspflicht, die sicher auch ihre Vorteile hat, aber sie organisatorisch hundertprozentig in allen Beratungssituationen umzusetzen, ist eine große Herausforderung.“
Wesentlich sei es, die Makler bestmöglich zu unterstützen, ergänzt Michael Schopper. „Wir wollen die Mitglieder mit umfangreichem Informationsmaterial und Hilfestellungen bestmöglich auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.“ Daher widme sich auch der Expertentag der Tiroler Versicherungsmakler am 24. Jänner 2019 schwerpunktmäßig der IDD.
Foto Michael Schopper: ©Fachverband der Versicherungsmakler/ Martin Steinthaler
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