Ob Berufsalltag oder Privatleben, ob Wirtschaft oder Kommunikationsverhalten – die Coronavirus-Pandemie prägt unser Leben nachhaltig. Wie gehen Vermittlerinnen und Vermittler mit der Krise um? Das fragt AssCompact in der neuen Interviewserie „Wie geht´s“. Heute: der Wiener Fachgruppenobmann KR Helmut Mojescick, K&L Versicherungsmakler GmbH, Wien

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 20.04.2020
Wie geht´s, Herr Mojescick?
Danke – sehr gut!
Büro oder Homeoffice?
100% Homeoffice. Ich bin gesundheitlich leicht angeschlagen und nutze den Stillstand des Planeten, um mich auszukurieren.
Was bewährt sich in der Krise?
Einen strukturierten Tagesablauf zu haben. Die Dinge wertzuschätzen, die man hat und an denen man sich täglich erfreuen kann.
Was stimmt Sie positiv?
Die Bestätigung, aus den Herausforderungen der letzten Wochen die Erkenntnis zu gewinnen, sowohl in der Firma als auch im Privatleben ein starkes Team und tolle Partner an meiner Seite zu haben.
Was nervt?
Traurig stimmt mich, dass die österreichische Versicherungswirtschaft die Chance verpasst hat, einen unbezahlbaren Imagegewinn durch schnelles Handeln und perfekte Öffentlichkeitsarbeit zu erzielen. Wann wenn nicht jetzt wäre die Gelegenheit gewesen, dass Versicherer und Berater gemeinsam auftreten, den Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihre Kundenorientierung in der Praxis beweisen. Stattdessen wurde es anderen überlassen, Fake News zu produzieren. Dass der VVO nun nach vielen Wochen des Bemühens um eine gemeinsame Initiative mit einem eher uninspirierten denn ambitionierten Schreiben an die Öffentlichkeit gegangen ist, passt leider zum Gesamtbild einer wichtigen Branche, die sich schlecht verkauft.
Wie geht es nach der Krise weiter?
Da möchte ich nicht in den Wettstreit mit den alles wissenden Politikern eintreten. Jeder Kollege, jede Kollegin hat eine andere Situation und muss den jeweils besten Weg für sich finden. Leicht ist es nicht. Viel Optimismus ist gefragt.
Mein Tipp an die Kolleginnen und Kollegen:
In Zeiten wie diese lernen sie ihre Partner (die Versicherungen) richtig gut kennen. Es gibt tolle Überraschungen – herbe Enttäuschungen und die, die immer konsequent top sind.
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