Wie man als Versicherer in Zeiten von Corona agiert, welches Risiko von Cybercrime ausgeht und was der Erfolgsfaktor für den Vertrieb in Zukunft sein wird, darüber spricht Arno Schuchter, Chief Sales and Marketing Officer der Generali Versicherung AG, im Titelinterview mit AssCompact.

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 16.04.2020
„Die Generali Versicherung ist auch in dieser außergewöhnlich schwierigen Situation ein umsichtiger Partner“, betont Arno Schuchter angesichts der Corona-Krise. „Wir unterstützen die Maßnahmen der Bundesregierung bestmöglich. Wir vermeiden direkte Kontakte und haben deshalb auch unsere Standorte für den Kundenverkehr vorübergehend geschlossen.“ Die regionalen Maklerbetreuungsteams stehen Vertriebspartnern für aktuelle Anliegen telefonisch und online weiterhin zur Verfügung.
Cyber-Gefahren „oft nicht richtig eingeschätzt“
In der aktuellen Situation lässt sich auch ein signifikanter Anstieg der Cyberkriminalität beobachten – die ohnehin für Unternehmen weltweit bereits zum Top-Risiko geworden ist. „Hier gilt, wie schon bei der Gesundheit: Vorsorge ist besser als Nachsorge“, sagt Schuchter. „Gewerbetreibende können von der rasch fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung überfordert sein. Gleichzeitig werden Gefahren im Cyber-Bereich oft nicht richtig eingeschätzt.“
Persönliche Beratung und digitale Abwicklung
„Die Digitalisierung hat die Wünsche und Ansprüche der Kunden verändert“, so Schuchter. „Kunden unterscheiden heute nicht mehr zwischen On- und Offline, sondern nutzen jeweils den effizientesten Zugangsweg.“ So werden bei der Generali etwa Anträge „nahezu papierlos“ abgewickelt. Der Versicherungsabschluss per Fingerprint oder Gesichtserkennung „gehört zum Alltag“.
Trotz der veränderten Art der Kommunikation ist Schuchter „fest davon überzeugt“, dass der persönliche Kontakt ein „wesentlicher Erfolgsfaktor“ bleibt. „Online-Abschlüsse entwickeln sich am heimischen Markt nur langsam und vorrangig bei einfachen Produkten. Beratung und Verkauf werden auch in Zukunft primär persönlich erfolgen. Emotionale Themen wie die eigene Gesundheit oder die Absicherung des Lebens sind in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht besser aufgehoben als im Internet. Der Vertrieb der Zukunft wird jedenfalls getragen sein von persönlicher Beratung und digitaler Abwicklung.“
Das gesamte Titelinterview lesen Sie in der AssCompact April-Ausgabe.
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