Die vorläufige Solvency II Kapitalquote der UNIQA, die als Gradmesser für die Kapitalisierung gilt, lag mit 31.12.2019 bei 216% und damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 16.04.2020
Kurt Svoboda, UNIQA Group CFO/CRO (Foto): „Die Kapitalposition von UNIQA ist für 2019 wirklich stark. Auch die letzten Monate und die andauernde Corona-Krise haben daran nichts geändert. Unsere solide finanzielle Basis gibt uns die Sicherheit, die Herausforderungen in den kommenden Monaten so wie bisher aus eigener Kraft zu meistern.“
Die Ereignisse rund um die Corona-Krise haben Auswirkungen auch auf Kapitalquoten. Wie bereits am 14. April publiziert, beeinflussen Entwicklungen auf den Kapitalmärkten ausgelöst durch die Corona-Krise die Solvenzquote. Zum Ende des ersten Quartals 2020 wird diese am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 155 bis 190 Prozent liegen.
Die ersten Monate des Jahres 2020 brachten auch noch weitere weitreichende Veränderungen für UNIQA. Am 07.02.2020 unterzeichnete UNIQA einen Vertrag zum Erwerb der AXA Gesellschaften in Polen, Tschechien und der Slowakei. Damit wächst UNIQA um eine Million Kunden, 800 Mio. Euro Prämie und steigt zur Nummer 5 in Zentral- und Osteuropa (CEE) auf. Der Kaufpreis beträgt 1 Mrd. Euro.
Embedded Value: UNIQA auch im Niedrigzinsumfeld mit starker Profitabilität
Der Market Consistent Embedded Value nach Minderheiten des Leben- und Krankengeschäfts der UNIQA Group verringerte sich im Vorjahr um 14,4% (exkl. Dividendenzahlungs- und Wechselkurseffekten) auf 2.836 Mio. Euro getrieben durch das stark gesunkene Zinsumfeld. Der nach internationalen Richtlinien erstellte Market Consistent Embedded Value beziffert den Wert des Bestands an Versicherungsverträgen und setzt sich aus dem Nettovermögen sowie dem aktuellen Wert der zukünftigen Erträge aus dem bestehenden Versicherungsbestand der Lebens- und Krankenversicherung zusammen.
Der Bestandswert im Bereich Lebens- und Krankenversicherung (Value of in-force business/VIF) sank dabei auf 1.862 Mio. Euro (2018: 2.333 Mio. Euro).
Die Neugeschäftsmarge – als Kennziffer für die Profitabilität des Neugeschäfts in der Lebens- und der Krankenversicherung – verringerte sich auf 4,3% (2018: 5,9%), für CEE lag sie im Jahr 2019 mit 8,1% (2018: 10,4%) nach wie vor auf einem hohen Niveau.
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