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IDD-Kontrollen: „Man wird sicher nicht den ganzen Blumenstrauß bedienen“

IDD-Kontrollen: „Man wird sicher nicht den ganzen Blumenstrauß bedienen“

29. März 2018

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2 Min. Lesezeit

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News-Im Blickpunkt

Über „qualitative Komponenten“ in der Vergütung und die wachsende Bedeutung des Online-Abschlusses spricht Dipl.-Ing. Christian Sipöcz, Vorstand der VAV Versicherungs-AG, im Interview mit AssCompact.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 29.03.2018

Den Online-Vertrieb sieht Sipöcz nicht als Konkurrenz für den Makler. „Die beiden Vertriebswege sind kein Gegensatz, sondern fördern einander.“ Versicherer und Makler profitieren von den Erfahrungen, die im Online-Business gemacht werden. Der Internet-Auftritt der VAV bringe den österreichischen Maklern „tausende zusätzliche Kontakte“ pro Jahr. Der Anteil des Online-Neugeschäfts liege bei der VAV „deutlich im zweistelligen Bereich“.

Online-Abschluss „steckt noch in den Kinderschuhen“

Dem Versicherungsvertrieb im Internet schreibt Sipöcz „zweifellos“ Wachstumspotenzial zu. „Der österreichische Markt steckt hier noch in den Kinderschuhen, die Online-Abschlussquoten sind weit von jenen etwa in Deutschland entfernt.“ Zugleich glaube er aber nicht, „dass Entwicklungen wie Fintechs die Versicherung komplett abschaffen oder an den Rand drängen werden. Es wird immer den Bedarf an Beratung und physischem Kontakt geben.“ Kunden werden sich jedoch verstärkt trauen, online abzuschließen. „Aber selbst wenn die derzeit geringe Online-Abschlussquote von unter 5% auf 10% steigen sollte, bleibt immer noch ein sehr großer Bereich für andere Kanäle.“

Auch „qualitative Komponenten“

Die IDD werde den Beratungs- und Abschlussprozess von Versicherungsprodukten „noch transparenter“ machen, ist Sipöcz überzeugt. Die Branche sei generell darauf vorbereitet und man werde Vertriebspartner auch in Sachen Weiterbildung unterstützen. Ob man die Beratungsqualität einzelner Kooperationspartner kontrollieren werde? „Es wird in den Vereinbarungen natürlich auch qualitative Komponenten geben. Man wird sicher nicht den ganzen Blumenstrauß bedienen, aber es muss sich speziell aus der IDD-Brille heraus die Waage mit quantitativen Zielen halten.“ In die neuen Bonifikationsvereinbarungen für 2018 werde man „die eine oder andere qualitative Komponente“ aufnehmen.

Das Vorstandsinterview lesen Sie in der AssCompact April-Ausgabe.

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